“Digital Citizen” oder “User ohne Rechte”?
Jana Herwig, Medienwissenschaftlerin an der Uni Wien und aktive Bloggerin, führt durch das 5. und letzte kostenfreie Webinar im Rahmen des Projektes ZukunftsWeb (http://www.zukunftsweb.at), das den zwei Seiten eines kulturellen Wandels nachgeht, der unsere Begrifflichkeift von Anonymität und Privatheit essenziell berührt.
Details & Anmeldung zum kostenfreien Webinar:
http://www.zukunftsweb.at/aktuell/digital-citizen-oder-user-ohne-rechte
Gäste/Diskutanten im 5. ZukunftsWebinar:
- Walter Peissl ist stv. Direktor des Instituts für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
- Christoph Tschohl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM).
Einführung ins Thema:
Anonymität und Personendatenschutz sind zunehmend Werte, die verschwinden. Wenn Google-Chef Eric Schmidt im Dezember auf Nachfrage zu Protokoll gibt: “Wenn Sie etwas tun, was niemand wissen sollte, sollten Sie es lieber gleich bleiben lassen”. Schmidt verweist dabei auf die umfassenden Userdatenverfolgung seines Unternehmens ebenso wie auf die US-Gesetze, die dazu verpflichten Informationen über Suchanfragen eine Zeitlang zu speichern. Den Trend der Auflösung von Privatheit begründet Marc Zuckerberg von Facebook mit “verändertem Userverhalten”. Würde er heute nochmals Facebook bauen, wäre dieses wohl noch offener und weniger auf Privatsphäre ausgelegt als das gegenständliche. Die Nutzer hätten sich daran gewöhnt mehr Informationen zu veröffentlichen und diese mit einem größeren Nutzerkreis zu teilen. Es scheint so, als würden die derart schnell an ein neues Kulturverhalten gewöhnten User erst nach-und-nach daraufkommen, dass sie ihre eigene Privatheit für immer verloren haben.
Gerald Schittenhelm
Termineinschreibungen (unverbindliche Zu- und Absage via Twitter - Nähere Infos)
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