Demokratie oder Mediokratur. Wie demokratisch dürfen Medien sein?
In der Selbstbeschreibung sehen die Massenmedien sich als notwendige Kontrollinstitution und Bedingung für das Funktionieren des demokratischen Systems. Die Kommunikationswissenschaften postulieren seit Jahrzehnten die soziale Orientierungs-, Bildungs-, Kritik- und Kontrollfunktion der Massenmedien.
Auf der anderen Seite der Medaille stehen die, auch bald ein Jahrhundert alten, Analyse Karl Kraus‘, unsere Erfahrungen von systematischen Lügen und zuletzt Studien, die den klassischen Medien weniger Glaubwürdigkeit als Facebook oder Google zubilligen.
Im Workshop gehen wir von dieser Ambivalenz und dem Wissen aus: Medien sind in unserer kapitalistischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Doch welche Rolle und Funktion haben sie? Wie definieren sie unsere Kultur und welche gesellschaftlich(en) Gruppe(n) stützen sie? In welchem Spannungsverhältnis arbeiten JournalistInnen? Wie demokratisch können Medien sein?
Wir arbeiten uns zum Kern des Mediensystems vor und gehen von der inneren Logik dann wieder ein Stück hin zu den Spielräumen. Was könnten öffentlich-rechtliche Medien sein? Wie könnten freie Medien gestaltet sein? Was ist Gegenöffentlichkeit und wie kann sie funktionieren? Wie lernen und lehren wir jene Medienkompetenz, bei der die Mediokratur ins Leere läuft?
Referent: HC Voigt (Soziologe/Politikwissenschaftler)
Gerald Schittenhelm
Termineinschreibungen (unverbindliche Zu- und Absage via Twitter - Nähere Infos)
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