Kalender-Icon LTE – 300Mb per Sekunde mit dem Handy – - wie geht das? / Clubabend der Funkamateure im Metalab

Ort: Metalab, Rathausstraße 6, 1010 Wien
Mittwoch, 11. August 2010 - 19:30 bis 22:00

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3GPP Long Term Evolution (LTE), definiert als 3.9G (andere Namen sind High Speed OFDM Packet Access (HSOPA), E-UTRAN (Evolved UTRAN) und Super 3G) ist ein Mobilfunkstandard, ein UMTS-Nachfolger im Rahmen des 3GPP (3rd Generation Partnership Project).

LTE verwendet Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing-Techniken (OFDM) sowie Multiple-Input-Multiple-Output-Antennentechnologie (MIMO). Damit soll es den Mobilfunkanbietern möglich sein, kostengünstig hochratige Datendienste anzubieten und so das mobile Internet zum Massenmarkt zu machen. Die geringen Latenzzeiten bei LTE erlauben die Übertragung von Sprachdiensten (VoIP) und Videotelefonie über das Internetprotokoll sowie den Einsatz zeitkritischer Anwendungen wie zum Beispiel Online-Spielen.

Im Gegensatz zur alternativen Technologie WiMAX soll LTE den Mobilfunkanbietern einen kostengünstigen evolutionären Migrationspfad von UMTS über HSDPA und HSUPA zu LTE ermöglichen. LTE unterstützt im Gegensatz zu UMTS verschiedene Bandbreiten (1,4; 3; 5; 10; 15 und 20 MHz) und kann so flexibel in unterschiedlichen zukünftigen Spektren eingesetzt werden. OFDM ermöglicht dabei durch eine größere Anzahl an Unterträgern, die Bandbreite einfach zu skalieren. Bei 20 MHz (entspricht laut Standard der Benutzung von 1200 Unterträgern) sollen Spitzendatenraten von 300 Mbps im Downlink und 75 Mbps im Uplink mit Latenzzeiten unter 5 ms erreicht und so die langfristige Konkurrenzfähigkeit von UMTS-Systemen gesichert werden. Im Uplink wird mit SC-FDMA (DFTS-OFDMA) ein OFDMA-ähnliches Zugriffsverfahren verwendet, das sich durch eine geringe Peak-to-Average-Ratio (PAR) auszeichnet und so den Leistungsverbrauch der Mobiltelefone verringert.

Am 14. Dezember 2009 wurden die ersten kommerziellen LTE-Netzwerke von TeliaSonera in Stockholm und Oslo in Betrieb genommen. In der ersten Ausbaustufe erreichen sie eine Downstream-Datenrate von 100 MBit/s und eine Upstream-Datenrate von 50 MBit/s. Im Laufe des Jahres 2010 sollen durch TeliaSonera die 25 größten schwedischen und vier größten norwegischen Städte mit LTE-Netzen versorgt werden.

Deutsche Netzbetreiber haben heuer insgesamt 4,4 Milliarden Euro für die Lizenzen ausgegeben, die beiden großen Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone starten momentan Tests, um Erfahrungen mit dem Betrieb von LTE zu gewinnen.

Wie ist der aktuelle Stand in Österreich? Wie wird die Entwicklung weiter gehen?
Darüber informiert OE3KJN, Dipl.-Ing. Herbert Koblmiller.
Herbert ist bei einem großen Provider für die Parametrierung/Optimierung von GSM – und hoffentlich dann auch für LTE – zuständig.

PS: Gäste sind – wie immer im Metalab – gern willkommen.

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Gerald Schittenhelm

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