Kalender-Icon What’s Left Over? – Paraflows .10 “MIND AND MATTER”

Ort: Metalab, Rathausstrasse 6, 1010 Wien
Montag, 13. September 2010 - 20:00 bis 22:00

Digitale Kunst und Kultur sind eingebettet in den kulturellen Rahmen technologischer Entwicklungen. Wenn man in der Analyse technologischer Entwicklungen und technischer Kreativität das Augenmerk auf Fehlschläge, Fehler, Zusammenbrüche und Fehlfunktionen legt, bedeutet dies vor allem Eines: das Öffnen der technologischen Black Box. Studien haben auf überzeugende Weise gezeigt, dass die weitverbreitete Unfähigkeit technologische Artefakte als angefertigte Gebilde zu verstehen, als soziale und kulturelle Phänomene, von der Tatsache herrührt, dass rückblickend nur jene Technologien „übrig bleiben“, die sich als für die Kultur funktional erweisen und ins alltägliche Leben integriert werden können. Die Wahrnehmung davon, was funktional, erfolgversprechend und nützlich ist, ist jedoch selbst ein Produkt sozialer und kultureller, und auch nicht zuletzt politischer und ökonomischer Prozesse. Die Auswahlprozesse, zurückgelassenen Produkte und Produktformen werden zumeist nicht diskutiert. Wir wollen daher über die wundervolle Welt der zurückgelassenen Produkte sprechen, über entwicklungsbedingte Entgleisungen, über ernüchternde Zwischenergebnisse und nutzlose Prototypen.

Panel hosted by Johannes Grenzfurthner
With Dmitry Kleiner, Adam Flynn, Jane Tingley, Heather Kelley

Johannes Grenzfurthner ist Künstler, Schriftsteller, Kurator und Regisseur. Er ist Gründer der international agierenden Kunst- und Theoriegruppe monochrom. Er lehrt Kunsttheorie und Kunstpraxis am Johanneum in Graz, Österreich. Er ist Leiter des „Arse Elektronika“ Festivals in San Francisco, Veranstalter von „Roboexotica“ (Festival für Cocktail-Robotics in Wien und San Francisco) und Ko-Kurator des paraflows Symposiums in Wien.

Dmytri Kleiner ist Softwareentwickler und Kulturschaffender. Er erforscht die politische Ökonomie der Netzwerktopologie. Dmytri ist Mitbegründer des Telekommunisten-Kollektivs und arbeitet derzeit am Telekommunistischen Manifest, das vom Institute of Network Cultures veröffentlicht werden wird.

Adam Flynn ist freischaffender Medientheoretiker. Er ist unlängst aus Phnom Penh, Kambodscha zurückgekehrt.

Jane Tingley lebt und arbeitet in Montreal. Ausstellungen/Exhibitions: 2010 Solar Branch Prosthetic – Permanente Installation, Marnay-Sur-Seine, Aube, Frankreich 2009 Ecology; Water, Air, Sound Artscape Whychwood Barns, Toronto, Ontario. Installation: Plant(iPod)Installation.

Heather Kelley lebt und arbeitet in den USA und Kanada // „SuperHYPERCUBE“, FILE Electronic Language International Festival, Sao Paolo (BA), 2010 / „One button objects“ (Kuratorin), Grey Area Foundation of the Arts, San Francisco Kalifornien (USA), 2010 / „Gamma4“ (Kuratorin), Game Developers Konferenz, San Francisco Kalifornien (USA), 2010.

What’s Left Over?

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Nicole Kolisch
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